PostHeaderIcon Regionalgruppe Ost allgemein

Bericht zur Anlagenprüfung in Urbach

Am Sonntag, dem 18.09.16 fand bei Anfangs bewölktem und später wunderbar sonnigem Wetter die Anlagenprüfung in Urbach statt. Gemeldet waren 4 Hundeführer mit ihren Hunden, 2 Brandl Bracken und zwei Steirische Bracken.
Treffpunkt war die Bogensportanlage in Urbach. Nach der Begrüßung durch den Richterobmann Dr. Jürgen Romahn und den Prüfern Norman Töpel und Michael Bauer (DBC), sowie der Identitätsfeststellung ging es dann auch sofort los mit der ersten Prüfung der Schussfestigkeit im angrenzenden Revier. Man konnte es den Hunden und Führern schon etwas anmerken das dies die erste Prüfungssituation war. Doch hier zeigte sich die Erfahrung und das Fingerspitzengefühl von Dr. Jürgen Romahn und seinen Prüfern, die gekonnt diese Spannung entschärften, so das am Ende alle 4 Hunde ihre Schussfestigkeit unter Beweis stellen konnten.
Viel entspannter ging es anschließend in einer Böhmischen Streife über die angrenzenden Felder zur Prüfung auf der Hasenspur.
Vorab geht hier schon einmal ein Dank an die Revierpächter, (Frank Werkmeister und Frank Benkenstein) die uns in diesem Revier einen sehr guten Hasenbesatz bescherte so dass jeder Hund die Möglichkeit hatte mindestens an 2 Hasen seine Anlagen und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nach einigen Kilometern und immer noch anhaltendem Sonnenschein ging es dann zurück zur Bogensportanlage wo an einer kleineren Dickung noch das Fach „Art der Suche" anstand. Hier zeigte sich dann doch schon etwas die Erschöpfung der Arbeit der letzten Stunden. Aber auch diese Aufgabe konnten die Hunde mit mehr oder weniger Elan meistern. Anschließend wurde dann noch die „Vorläufige Erfassung körperlicher Merkmale" durch Dr. Jürgen Romahn vorgenommen, bevor alle dann zu einem vorbereiteten Imbiss durch die Betreiber der Bogensportanlage übergehen konnten. Nachdem wir alle uns gestärkt hatten wurden dann nach einer ausführlichen Richterbesprechung die Zeugnisse an die stolzen Brackenführer übergeben.
Nun hieß es nach diesem anspruchsvollen und sehr lehrreichen Tag, an dem wir viele wertvolle Tipps und Hinweise mitnehmen konnten Abschied zu nehmen und die doch bei einigen lange, aber zufriedene Heimfahrt anzutreten.
In diesem Sinne möchte ich mich im Namen aller Prüflinge bei den Organisatoren der Prüfung, den Revierinhabern und den Betreibern der Bogensportanlage bedanken, ohne die diese Veranstaltungen in diesem Rahmen nicht möglich wären.

Vielen Dank & Brackenheil
Thomas Wendt

Schweißprüfung der Regionalgruppe Ost des DBV

Am Samstag 11.06.16 fand im schönen Thüringer Forstrevier Hasenthal eine SP1-FS, bzw. SP1 unter der Leitung von unserem
Jürgen Schmidt “Schmitti“ statt.
sp-hasenthal16-1Ursprünglich waren 12 Hundegespanne(6 Steirische und 6 Brandl) für die Prüfung gemeldet, kurz vor dem Prüfungstag blieben dann aber nur noch 8 Hundeführer mit 3 Steirischen Rauhhaarbracken sowie 5 Brandlbracken übrig.
Treffpunkt war der “Gasthof Peterhänsel“ in 98743 Spechtsbrunn, Frau Peterhänsel hat uns hier sehr freundlich aufgenommen. Zimmer, Küche und Gaststube sind Ihr Reich; mein Sonderwunsch fürs Abendessen wurde gerne zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Beim Kaffee wurden am Freitagvormittag die Richtergruppen eingeteilt und die weitere Vorgehensweise zum Fährtenlegen besprochen. Ich durfte als Richteranwärter mit den Richtergespannen ausrücken und Fährten treten. Wir konnten bei sonnigem Wetter das Revier genießen und uns vom guten  Wildbestand überzeugen. Mehrmals ging beim Fährtenlegen Rotwild und Rehwild ab, viele Flächen waren auch von Sauen umgebrochen. Die Prüfung schien spannend zu werden!sp-hasenthal16-2
Der Abend war mit leckerem Essen und guten Gesprächen lange. So nach und nach trafen dann auch einige der teilnehmenden Hundeführer ein.
Samstag um 8°° Uhr war dann im Nebenraum Abgabe der Ahnentafeln, sowie die Überprüfung von Jagdschein und Impfpässen. Jürgen Schmidt begrüßte die Hundeführer und Richter danach und legte den Ablauf der Prüfung fest. Es wurden die Fährten ausgelost und den jeweiligen Richtergruppen zugeteilt Nach Überprüfung der Hunde-Chipnummern rückten die 3 Prüfungs-Gruppen in verschiedene Revierteile ab. Meine Gruppe hatte 3 Hunde auf Fährtenschuhfähren zu prüfen. Neu war bei dieser Prüfung, dass die Gespanne sich den Anschuß auf einer 30 x 30m großen Fläche selbst suchen mussten.
Eben nach der neuen Prüfungsordnung vom 1.04.16.!
In keiner der 3 Suchen stellte dies ein Problem dar. Die Gespanne arbeiteten dann sehr unterschiedlich auf den Fährten. Alle konnten aber dann doch Ihr Ziel erreichen und den Hundeführern sah man an, welche Last von Ihren Schulten fiel. Brackenheil!
Es wurde noch die Revierführigkeit in den Fächern Verhalten auf dem Stand, Schussfestigkeit, Leinenführigkeit und Verhalten am Toten Stück geprüft. Keiner der Hunde zeigte sich beeindruckt und alle haben die Brauchbarkeit bestanden.
Die Korona fuhr ca. 14:30 Uhr wieder zum Suchenlokal.
sp-hasenthal16-3Am Richtertisch herrschte reges Treiben, es wurden die Arbeiten kurz diskutiert und die Ahnentafeln sowie Prüfungszeugnisse ausgestellt. Nach dem späten Mittagessen wurden die Prüfungsergebnisse von den 3 Obmännern bekannt gegeben und die einzelnen Fährtenarbeiten besprochen. Von den 8 Gespannen konnten 7 bestehen, ein Hund hatte wegen zu häufigem Drückjagdeinsatz, nicht die Konzentration die Fährte bis zum Ende zu arbeiten. Der jüngste Hund wurde sogar Suchensieger. Führer: Thomas Friedrich mit BrBr Arax von der Ketschenleite
Eine sehr harmonische Prüfung wurde mit ein paar Gruppenfotos dann so gegen 16°° Uhr beendet.

Vielen Dank für die gut organisierte Prüfung, die Herzliche Aufnahme und die wertvollen Gespräche mit den Richterkollegen.
Besonderen Dank an Jürgen Schmidt und Jürgen Romahn.

Brackenheil
Rainer Braun

Gebrauchsprüfung Regionalgruppe Ost

Am 27.09.2014 fand in Muggenbach bei Coburg  unter der Leitung unseres Regionalbeauftragten Jürgen Schmidt eine Gebrauchsprüfung (GP) statt. Die Teilnehmerzahl war im Vergleich zu den Vorjahren überwältigend hoch. Insgesamt waren 8 Gespanne angetreten (darunter 5 BrBr, 2 StBr und 1 DBr), um sich der Herausforderungen der höchsten Leistungsprüfung des DBV, welche nicht für umsonst als „Meisterprüfung“ bezeichnet wird, zu stellen.
Bei herrlichem Spätsommerwetter trafen sich alle Teilnehmer, Richter und Zuschauer um 8 Uhr an der Jagdhütte Muggenbach im Landkreis Coburg. Dort wurden wir bei frischem Kaffee, Laugenbrezeln und Brötchen von Jürgen Schmidt und unserem Vorsitzenden Josef Riecken begrüßt. Nach Bekanntgabe des Prüfungsablaufes, Vorstellung der Richter und Prüflinge sowie der obligatorischen Überprüfung sämtlicher Papiere entschied das Los über die Gruppeneinteilung. Prüfungsgruppe 1 setzte sich aus 1 StBr, 2 BrBr und 1 DBr zusammen und wurde von Herrn Schmidt als Prüfungsleiter sowie Achim Schneider (KTB) und Dr. Jürgen Romahn (DBV) geführt.  Josef Riecken als Richterobmann der Gruppe 2 sowie Michael Bauer (DBC) und Axel Bergelt (SBV) folgten sodann    3 BrBr und 1 StBr mit ihren Führern.
gp-coburg2Um ca. 9 Uhr setzte sich der Konvoi in Bewegung und wir fuhren ins Prüfungsrevier. In der Prüfungsgruppe 1 musste ein Gespann das Prüfungsfach „Schweißarbeit“ absolvieren. Alle anderen Hundeführer konnten den Nachweis einer bereits abgelegten SP1 FS/ VFSP erbringen, dessen Ergebnis  für die GP übernommen wurde. Auf der 1.000m Übernachtfährte zeigte die erst 18 Monate alte Steirische Hündin eine sehr souveräne Arbeit und kam mit einem 2.Preis zum Stück. Im Anschluss stand für die Gespanne beider Gruppen das Prüfungsfach „Laute Jagd“ auf der Tagesordnung. Mit Hilfe der ortskundigen Revierpächter wurde jedem Hund eine ca. 3-4 ha große Dickung zugewiesen und mit Prüfern und Helfern umstellt. Nachdem der Hund geschnallt wurde, sollte er zügig und weiträumig das umstellte Gebiet absuchen und gefundenes Wild laut jagend verfolgen. Im Anschluss der Arbeit wurden Fährtenwille, Fährtensicherheit, Fährtenlaut und Kontakt zum Führer beurteilt. Bei einem Hund konnte die Arbeit leider nicht bewertet werden, da dieser in verschiedenen Dickungskomplexen kein Wild gefunden hatte. Für das Gespann war die Prüfung an dieser Stelle leider beendet. Ein weiterer Hund konnte verletzungsbedingt ebenfalls nicht am weiteren Prüfungsverlauf teilnehmen.
In der Gruppe 1 wurde bei der Deutschen Bracke auch die Schleppenarbeit geprüft. Dazu wurde eine 300m lange Haarwildschleppe mit 2 stumpfwinkligen Haken gelegt, welche anschließend am Riemen gearbeitet werden musste.  Nach einer kurzen Verschnaufpause an der Jagdhütte, bei der sich alle mit Rostbratwürsten und Getränken stärken konnten, kamen am Nachmittag die Gehorsamsfächer an die Reihe.
Los ging es mit „Leinenführigkeit“ und „Ablegen“. Der Hundeführer musste seinen angeleinten Hund dazu in einen Altholzbestand führen und ihn dann frei oder angeleint ablegen. Anschließend hatte er sich außer Sicht zu entfernen und auf Kommando der Richter zwei Schrotschüsse abzugeben. Weiterhin mussten die Hunde ihre „Standruhe“ beweisen und bei einer simulierten Drückjagd, während dieser sowohl von Hundeführern als auch Treibern geschossen wurde, ruhig neben ihren Führern verweilen und den Jagdbetrieb nicht stören. Auch das Folgen „Frei bei Fuß“ sowie die „Schussfestigkeit“ zeichnen einen brauchbaren Jagdhund aus und gehörten ebenfalls zum Prüfungsinhalt. Als letztes mussten die Hunde eine „Anschneideprüfung“ absolvieren. Dazu wurde ein Stück Rehwild ca. 20m im Wald gezogen und abgelegt. Der Hund musste das Stück anschließend in freier Suche finden und von den Richtern wurde das „Verhalten am Stück“ beurteilt. Nach dieser letzten Hürde konnte man allen Hundeführern die Erleichterung ansehen, denn die zeitaufwendige und mühevolle Ausbildung ihrer Schützlinge hatte sich ausgezahlt, alle verbliebenen 6 Gespanne hatten die Meisterprüfung mit sehr guten gp-coburg1Ergebnissen bestanden! Durch die nunmehr erlangte und bundesweit anerkannte Brauchbarkeit steht dem jagdlichen Einsatz der Hunde sowie der bevorstehenden Drückjagdsaison nichts mehr im Wege.
Mit Übergabe der Prüfungszeugnisse und abschließenden Worten von Herrn Schmidt und Herrn Riecken ging gegen 19:00 Uhr ein gut organisierter, harmonischer und erfolgreicher Prüfungstag zu Ende. Herzlichen Dank an Herrn Dr. Jürgen Romahn und seine Frau Vera für die Bereitstellung des Prüfungsrevieres und die gute Bewirtung sowie an alle Richter und sonstige Akteure, welche an der Vorbereitung und Durchführung dieser Gebrauchsprüfung beteiligt waren. Besonderer Dank gilt jedoch Jürgen Schmidt, der durch sein unermüdliches und aufopferungsvolles Engagement die Ausbildung unserer Hunde fördert und die Vereinsarbeit in vorbildlicher Weise bereichert.

Brackenheil
Sibylle Wiegler

Schweißprüfung SP1 FS in Ilsenburg

Am 13. September 2014 fand auf Einladung des Regionalbeauftragten Ost Jürgen Schmidt eine SP 1 FS in Ilsenburg im Harz statt.
Pünktlich um 8 Uhr trafen die Teilnehmer nebst mitgereister Korona am vereinbarten Treffpunkt am Ortseingang ein und wurden nach kurzer Begrüßung durch den Revierinhaber Herrn Schildt zur Plessenburg begleitet, die an diesem Tage als  Suchenlokal diente.

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Dort wurden wir bereits vom Richterobmann Jürgen Schmidt sowie den Richtern Dirk Michel und Bernd Hellwig erwartet und begrüßt. Nach dem üblichen Prozedere –Richterbesprechung, Jagdschein- und Impfausweiskontrolle, sowie Abgabe der Ahnentafeln- wurden die Prüfungsfährten verlost. Allesamt waren  nach Einschätzung der Richter sehr anspruchsvoll, aber machbar. Widrigste Wetterbedingungen -Dauerregen und Nebel-, schweres Gelände sowie viele Wanderer und Mountainbiker sollten die Prüfung darüber hinaus allerdings nicht unerheblich erschweren.
Drei der vier Gespanne konnten trotz allem die Prüfung erfolgreich beenden. Für einen Teilnehmer war die gestellte Aufgabe an diesem Tage allerdings leider zu schwer, so dass dieses Gespann nicht zum Stück fand.
Im Anschluss an die Schweißprüfung stellten sich zwei Gespanne noch der Brauchbarkeitsprüfung und konnten auch diese mit einem positiven Ergebnis absolvieren.
sp-isenburg3Nach den Jagdsignalen „Brackenfanfare“, „Sau tot“ und „Jagd vorbei“ endete die Prüfung und alle Teilnehmer konnten im warmen und vor allem trockenen Suchenlokal die Prüfungszeugnisse entgegen nehmen. Jürgen Schmidt kommentierte in gewohnt gekonnter Weise jede einzelne Arbeit umfassend und gab den Hundeführern wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit mit ihren Hunden.

Im Namen aller Teilnehmer spreche ich meinen großen Dank aus an den Revierführer Herrn Schildt, den souveränen und überaus fairen Richtern Dirk Michel und Bernd Hellwig und last but not least natürlich dem Prüfungsobmann und Regionalgruppenvorsitzenden Jürgen Schmidt, der wieder einmal viel Mühe auf sich genommen hat, um diese Prüfung zu ermöglichen!

Brackenheil
Anke Weller von Ahlefeld

Schweiß- & Anschußseminar Ost

seminar-ost1-05-14Am Samstag, dem 24.05.2014 fand ein Treffen der Regionalgruppe Ost im Forsthaus Frauenwald statt, zu dem sich insgesamt 50 Teilnehmer inkl. Familienangehörigen eingefunden hatten. Die Begrüßung erfolgte bei Kaffee und Kuchen durch den Regionalbeauftragten Jürgen Schmidt und den Berufsjäger Uwe Tischer. Nach der Begrüßung wurde der Tagesablauf bekanntgegeben. Jürgen Schmidt berichtete über die Ereignisse des vergangenen Jahres sowie über die neue Gatterprüfung und deren Prüfungsordnung.
Im weiteren Verlauf stieß unser Vorsitzender Josef Rieken zu uns. Er begrüßte die Teilnehmer und freute sich über die rege Teilnahme. Nach einem kurzen Bericht über das aktuelle Geschehen im Verein bot er jedem die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Anschließend gab der Berufsjäger Uwe Tischer an einem Anschauungsobjekt einige theoretische Hinweise zum Anschuss eines Stückes, bevor wir raus in das Revier gingen.
Hier wurde an einem erlegten Rotspießer (Hegeabschuss) das Anschuss-Seminar durchgeführt. Nach dem Schuss wurde anschaulich gezeigt, wohin sich die Knochensplitter, Schnitthaare und Geschosssplitter je nach Treffersitz der Kugel verteilen. Am Anschuss entsteht eine große „Dunstwolke“ an Pirschzeichen,  die wir als Hunde - und Nachsuchenführer immer berücksichtigen sollten. Es gab für die Teilnehmer noch zwei weitere Anschüsse zu untersuchen, die am Vorabend von Uwe und Jürgen präpariert wurden.
Nach dem Anschuss-Seminar konnten sich die Hunde an einer „Pendelsau“ versuchen. Eine auf Holzklötzen montierte Sauschwarte mit Haupt wurde an einer eigens dafür gefertigten Holzkonstruktion befestigt und mit Hilfe eines Seils vor und zurück bewegt. Für unsere Bracken eine gute Gelegenheit zur praxisnahen Arbeit am Schwarzwild und nicht zuletzt unter dem Aspekt der Gatterprüfung eine interessante Möglichkeit zur Vorbereitung junger Hunde.seminar-ost2-05-14 Danach ging es in die Mittagspause. Liebevoll wurden wir von Uwes Gattin mit Essen versorgt. Vielen Dank dafür! Ab ca. 13.30 Uhr erfolgte durch die fachmännischen Augen von Josef Rieken und Jürgen Schmidt die Formbewertung unserer 17 Hunde, welche den Tag mit guten Ergebnissen  ausklingen ließ.
Gegen 17.30 Uhr wurde das Signal „Auf Wiedersehen“ geblasen und so traten wir nach einem rundum gelungen Tag die Heimreise an. Unser Dank gilt dem Forstamt Frauenwald für die Bereitstellung der Örtlichkeiten, Uwe Tischer und seiner Gattin, Frau Schmidt für ihre liebevolle Unterstützung, Josef Rieken und natürlich Jürgen Schmidt für die gute Organisation des Tages.  Jürgen, mach weiter so!

Gruß und Brackenheil
Sibylle Wiegler und Heiko Eggert 

Saugatterprüfung in Blankenhain

Am Sonntag den 18.05.14 wurde in Blankenhain die 2. Gatterprüfung im DBV durchgeführt.
Unter der Leitung des Prüfungsobmannes Jürgen Schmidt und den Richtern Bernd Zipse und Gregor Weitzel trafen wir uns um 9:00 Uhr am Gatter.

5 Hunde waren zur Prüfung genannt. Nach Überprüfung der Papiere, Impfpasses und Jagscheines, der Belehrung des Gattermeisters und der Erklärung des Prüfungsablaufes, konnte  der erste Prüfling starten.
An diesem Tag war das Gatter mit 4 Bachen zwischen 70-80kg bestückt Es stellte sich im Laufe der Prüfung heraus, dass dies keine „Rennsauen“ sind, sondern diese gerne die Hunde auflaufen lassen und sich auch von ihrer wehrhaften Seite zeigen.
Dem Hundeführer wird von einem Richter einen Platz zugewiesen, an dem der Hund geschnallt werden soll. Ab diesem Zeitpunkt darf der Hundeführer den Platz nicht mehr verlassen und der Hund sollte keinerlei Unterstützung mehr vom Herrchen erfahren.
Im besten Fall sucht der Hund selbständig das Gatter ab und findet die Sauen innerhalb von 3 Minuten. Er sollte die Sauen in Bewegung bringen oder  3 Minuten  durchgehend stellen. Unterbricht der Hund kurzfristig die Arbeit und kehrt zum Hundeführer zurück und nimmt nicht selbständig die Arbeit wieder auf, mindert das die Punkte.

Die Prüfung ist mit folgenden Mindestpunkten bestanden:
Suche: 2
Arbeit am Schwarzwild: 2

Im Moment ist es auch so, dass die Gehorsamsfächer, nachgewiesen durch eine GP oder bei einer S, übernommen werden können. Ist dies nicht der Fall, müssen noch die Gehorsamsfächer bestanden werden.
An diesem Tag ist dies nur einem Hund in der ganzen Prüfung gelungen. Dieser Vierbeiner erlangte in der Suche eine 3 und im Verhalten am Schwarzwild eine 2. Leider haben die anderen Prüflinge die Prüfung nicht bestanden. Ein Hund hat in der Suche volle Punktzahl bekommen, aber im „Verhalten am Schwarzwild“ nur einen Punkt. Die anderen 3 Hunde haben sich nicht genügend vom Hundeführer gelöst.

An diesem Ergebnis sieht man, dass diese Prüfung nicht auf die leichte Schulter genommen werden kann und doch sehr viel von den Hunden verlangt wird. Eine gezielte Vorbereitung auf diese Prüfung sollte sich jeder Hundeführer überlegen und umsetzen.
‚Herzlich bedanken möchte ich mich bei Jürgen Schmidt, der mit seinem Einsatz erst diese ersten beiden Gatterprüfungen ermöglicht hat.
Brackenheil
Petra Krauhausen

„Jagd ohne Hund ist Schund“

Dieses Sprichwort kennt wohl jeder Jäger und der ethische Grundgedanke des waid- und tierschutzgerechten Jagens nimmt einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft ein. Aber schon der mecklenburgische Oberförster Alexander Schmook (* 1888; † 1969) sagte Anfang des letzten Jahrhunderts:

Wer will zu den Jägern zählen,
läßt kein Wild zu Tode sich quälen,
jagt allein nicht durch die Weite,
führt den guten Hund zur Seite!

sp-hasenthal13-1Kaum zu wundern, dass sich auch die Politik dessen angenommen hat und die Verpflichtung in vielen Landesjagdgesetzen rechtlich verankert hat.
Der Deutschen Brackenverein e.V. (DBV), in dessen Regionalgruppe Ost ich Mitglied bin, nimmt sich der Verantwortung an, in dem er nicht nur hervorragende Jagdhunde züchtet, sondern sich auch im Anschluss an den Welpenerwerb um die Belange der Mitglieder kümmert. So wurden im letzten Jahr Übungstage, Schweißseminare und Regionalgruppentreffen mit interessanten Vorträgen ausgerichtet. Alles mit einem entscheidenden Ziel: der brauchbare Jagdhund!

Das viele Jäger sich der Verantwortung bewusst sind, zeigt die rege Beteiligung an Übungen, Seminaren und Prüfungen.

Am 08.06.2013 fand die Verbandsfährtenschuhprüfung 20h ausgerichtet vom Deutschen Brackenverein e.V. Region Ost, in Hasenthal/ Thüringen unter der Prüfungsorganisation und Prüfungsleitung von Jürgen Schmidt statt. Zeitgleich wurde die Vereinsprüfung des DBV SP1 und SP1FS (ohne Altersbegrenzung) absolviert.
Die Prüfung war für 12 Hunde ausgeschrieben und 11 Hundeführer wollten diese schwere Prüfung bestreiten. Leider war ein Hund kurzfristig erkrankt, daher meldeten sich 10sp-hasenthal13-3 Hundeführer samt Hunden am Morgen des 08.06.13 beim Prüfungsleiter.
Neben den 7 Brandlbracken wurden 1 Steirische Bracke, 1 Schwarzwildbracke und 1 Magya Viszla angemeldet.
Das Wetter meinte es gut mit den Prüflingen. Die letzten Wochen waren regnerisch, sodass der Boden leicht feucht war. Am Morgen des Prüfungstages schien die Sonne, welche sich im Laufe des Tages jedoch hinter Wolken verzog, es blieb aber trocken. Die Temperaturen lagen zwischen 14 und 21°C. 
Das Prüfungsgebiet und die Fährten waren trotzdem eine Herausforderung. Jede Fährte war mindestens 1000m lang und es waren 3 Haken und 6 Verweiser bei der SP1 zu meistern. Erschwerend kam hinzu, dass das Revier im Staatsforst mit gutem Wildbestand gesegnet ist, was so manchen Hund und Führer in die Irre führen wollte. Das Gebiet bestand hauptsächlich aus Fichten mit viel Naturverjüngung. Es mussten jedoch auch Lichtungen und Wege gemeistert werden.

Nachdem die Formalien wie Abgabe der Ahnentafeln, Überprüfung der Identität der Hunde und Verlosung der Fährten abgehandelt wurden, brachen die Gruppen ins Revier auf. Jeder Hund musste mit Hilfe seines Führers, in Begleitung von 3 Prüfern die schwierige Fährte meistern.
Im Anschluss an die bestandene Schweißprüfung des DBV konnte noch die Brauchbarkeit abgelegt werden. Um zu bestehen wurde folgendes geprüft: Verhalten am Stück, Schussfestigkeit, Leinenführigkeit, Allgemeiner Gehorsam und Verhalten auf dem Stand. Nur ein Gespann war den Anforderungen noch nicht gewachsen. Alle anderen waren gut vorbereitet. Vier Gespanne hatten das Glück und wurden für ihre Mühen mit dem ersten Preis belohnt. Ein Gespann bekam den zweiten Preis und vier Gespanne den dritten Preis. Die Hunde die für die anschließende Brauchbarkeitsprüfung gemeldet waren bestanden mit Bravour.
Für mich überraschend war der einzige „Vorstehhund“ an diesem Tag der Beste. Die Magyar Vizsla Hündin Daya von den Reithen mit Führerin Martina Schneider lieferten eine absolut perfekte Arbeit ab und wurde zum Suchensieger gekürt.

An dieser Stelle möchtesp-hasenthal13-2 ich allen Prüfern und engagierten Hundeführen danken, dass sie ihre Freizeit opfern um brauchbare Hunde auszubilden, zu prüfen und zu führen.
An alle die selbst keinen brauchbaren Hund haben sei eins gesagt: „ Jagst du im Feld, Wald oder Au; jagst du auf Has, Hirsch oder Sau; jagst du als Gast, Herr oder Knecht; nicht WER, das WIE macht waidgerecht!“ (Dr. W. Kopp) Daher habt Respekt und Achtung vor den Leistungen, denn auch ihr werdet sie brauchen, wenn ihr waidgerecht jagen wollt.


Kathrin Plomer

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