Die Steirische Rauhhaarbracke ist eine mittelgroße Bracke, deren Schultermaß zwischen 45 und 53 cm betragen soll. Das Haar ist rauh, aber nicht zottig, glanzlos, dabei hart und grob. Die Farbe ist zwischen einem rotbraun und einem fahlen gelb streuend. Dunklere Schattierungen können im Bereich des Hauptes, am Fang und den Behängen auftreten. Am Haupt ist die Behaarung kürzer als am Leib, bildet aber einen Bart. Ein weißer Bruststern ist nicht fehlerhaft.


Der Körper erscheint eher kräftig und muskulös, ohne massig zu wirken. Die Brust ist breit und tief, die Lendenpartie nur leicht aufgezogen, die Kruppe erscheint etwas abfallend. Der Rücken ist gerade und breit. Die Behänge sind nicht übermäßig groß, herabhängend, glatt anliegend und fein behaart. Die Rute ist mittellang, an der Wurzel stark und bildet an der Unterseite eine Bürste, aber keine Fahne. Sie ist leicht gebogen und wird sichelförmig nach oben getragen. Das Auge ist braun, klar und zeigt einen aufmerksamen, intelligenten und selbstbewussten  Blick. Die Läufe sind kräftig und muskulös, wichtig ist dabei auch die gerade Stellung. Ein raumgreifender, elastischer Gang ist ebenfalls kennzeichnend. 

Die Rasse wurde unter der Nummer 62 im Jahr 1995,  bei der FCI als Standard eingetragen. Der Zuchtverein, Deutscher Brackenverein e.V., ist Mitglied beim Jagdgebrauchshundeverband e.V. (JGHV) und beim Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH). Die Steirische Rauhhaarbracke wurde ab 1870, von dem steirischen Industriellen Carl Peintinger,  aus einer hannoverschen Schweißhündin und einem rauhhaarigen Istrianer Brackenrüden gezüchtet. Die besten Hunde aus diesem Wurf bildeten die Basis für diese neue Rasse. Daher auch der frühere Name Peintinger-Bracke.
Vor allem die Härte und Unempfindlichkeit gegen Witterungseinflüsse war ein Ziel der Zucht. Die besonderen Eigenschaften dieser Rasse kennzeichnen sie als vielseitigen Jagdhund aus. Spurlaut, Spurwille u
nd Spursicherheit sind Kennzeichen der Steirischen. Ein hervorragendes Orientierungsvermögen und die Gangsicherheit prädestinieren diese Hunde für den Einsatz im Hochgebirge und anderem schwierigen Gelände. Der ausgeprägte Spurwille macht zusammen mit der Schärfe auch die hervorragende Eignung zur Schweißarbeit aus. So werden viele Steirische Rauhhaarbracken als ausgesprochene Spezialisten auf Schweiß geführt. Aber auch die gute Eignung zum Stöbern und lauten Jagen begeistert immer wieder viele Jäger. Vor allem auf Schwarzwild oder in gebirgiger Landschaft sind diese Hunde in ihrem Element.  
Das große Selbstbewußtsein und ein ausgeprägter Charakter dieser Hunde stellen an die Führer gewisse Anforderungen, belohnen diese aber auch mit besonderen Leistungen. Genügend Bewegung und Beschäftigung, durch Ausbildung und Arbeit, sind jedoch besonders wichtig, um einen ausgeglichenen und leistungsbereiten Hund zu haben.
Für eine reine Zwingerhaltung sind diese Hunde weniger geeignet, ein Teil Familienanbindung ist zwingend erforderlich.
Auf Grund der stark ausgeprägten Jagdpassion und der leistungsorientierten Zucht, werden auch Steirische Rauhhaarbracken vom Verein nur in Jägerhände abgegeben.
Der „Deutsche Brackenverein e.V.“, Verein für Brandl- und Steirische Rauhhaarbracken, ist in Deutschland der Ansprechpartner, wenn es um diese Rasse geht. Zucht, Prüfungen und Fortbildung für Hunde und Führer sind die Hauptanliegen des Vereines. Mit über 1000 Mitgliedern und etwa ebenso vielen Hunden findet hier ein reger Austausch rund um diese leistungsstarken Jagdhelfer statt.  Auch regionale Ansprechpartner stehen zur Verfügung. 

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