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Schweißübungstag der RG Mitte im Forstamt Jesberg

23.06.2026 | Regionalgruppe Mitte

Am Samstag trafen wir uns um 08:30 Uhr am Forstamt in Jesberg. Insgesamt nahmen acht Hundegespanne teil – eine ausgewogene Mischung aus Brandlbracken und Steirischen Rauhaarbracken.

Nach einer ausführlichen Einführung in den Ablauf der Schweißprüfung sowie die Prüfungsordnung teilten wir uns in zwei Gruppen mit jeweils vier Gespannen auf und fuhren zu den Fährten.

Die zwischen 500 und 600 Meter langen Fährten hatten eine Standzeit von rund 20 Stunden. Das anspruchsvolle Gelände bot zahlreiche Herausforderungen und sollte eine möglichst realistische Prüfungssituation nachbilden. Dazu gehörte auch, dass mehrere Personen die Fährte begleiteten und sich unterwegs unterhielten. So konnten die Hunde und ihre Führer unter praxisnahen Bedingungen arbeiten und wertvolle Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Bereiche bereits gut funktionieren und woran noch gearbeitet werden kann. Solche Übungen geben Sicherheit und helfen dabei, später entspannter in die eigentliche Prüfung zu gehen.

In unserer Gruppe starteten wir mit Alaska direkt auf der ersten Fährte. Entsprechend groß war die Aufregung, denn die Schweißprüfung planen wir erst für das kommende Jahr. Der Anfang verlief vielversprechend, anschließend musste sich Alaska zunächst an die Gegebenheiten im Gelände anpassen. Vor allem die Brombeeren machten ihr zu schaffen. Schnell wurde uns außerdem bewusst, dass wir unserem Hund noch mehr Vertrauen schenken müssen. Mit zunehmender Fährtenlänge fanden wir jedoch immer besser zusammen und meisterten die gestellten Aufgaben souverän. Schließlich erreichten wir das Stück ohne einen einzigen Abruf – ein Ergebnis, auf das wir wirklich stolz sind.

Auch die übrigen Gespanne bewältigten die Herausforderungen erfolgreich. Suhlen, frische Verleitfährten und dichter Bewuchs verlangten Mensch und Hund einiges ab, konnten aber von allen gemeistert werden.

Am Nachmittag trafen wir uns wieder an der Hütte. Bei gegrillten Wildschweinbratwürsten blieb ausreichend Zeit für Gespräche, Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Nachbesprechung. Das Feedback zu den einzelnen Fährten war für alle Teilnehmer äußerst wertvoll und bot zahlreiche Anregungen für die weitere Arbeit.

Wir können solche Übungstage jedem empfehlen. Unabhängig davon, ob man erste Erfahrungen in der Schweißarbeit sammelt oder bereits Prüfungen geführt hat, bieten sie die Möglichkeit, dazuzulernen und neue Erkenntnisse mitzunehmen. Vor allem die realitätsnahen Bedingungen lassen sich im normalen Training kaum nachstellen.

Unser herzlicher Dank gilt Eike Peter und Diana Zimmermann-Obach für die Organisation sowie allen Helfern, die die Fährten gelegt und zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Brackenheil!

Gerrit und Rebekka mit Atari und Alaska