Am letzten Tag des nun deutlich frühlingshaften meteorologischen Winters trafen wir uns am fast letzten Ende Brandenburgs in der Oderaue, um zwei junge Brandl auf die AP vorzubereiten. Nachdem bis wenige Tage vor dem Termin nicht klar war, ob Schnee und Frost überhaupt eine Hasensuche möglich machen, erwartete uns ein fast schon zu perfekter Tag mit viel Sonne und noch mehr Hasen (und Rehen).
Aus leidgeprüfter Erfahrung heraus stellten wir uns auf eine lange Wandertour ein, um den einen oder anderen Hasen loszutreten. Aber nicht einmal fünf Kilometer Fußmarsch benötigten wir, um den beiden Junghunden Anouk und Ayka vom Forsthaus Gelm je 3 (in Worten DREI) Übungshasen anzubieten! Nach einer anschließenden Toberunde mit bestandener Schussfestigkeit war sogar noch für die erfahrenen Hundedamen Feli und Aila ein Abschlusshase vorhanden. Die beiden bewiesen anschaulich, wie schön das Brackengeläut über die Wiesenauen schallt. Ayka und Anouk hätten heute aber auch ihre Prüfung bestanden.
Ein kleines Highlight war der Sprung Rehe, der sich sehr lange unbeeindruckt von sechs Menschen mit sechs Hunden zeigte.
Was für ein Tag, und was für ein Revier! Da lohnte sich auch eine Anreise von Rügen! Gemütlich ließen wir die Erlebnisse im Ziegenhof Zollbrücke noch einmal Revue passieren und konnten auch leckere Ziegenprodukte testen.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Revierinhaber Philip Seiler, der uns ein sehr gepflegtes Niederwildrevier anbieten konnte! Aufgrund der ASP-Maßnahmen sind hier aktuell keine Sauen vorhanden, was scheinbar neben der straffen Raubwildbejagung auch für das hervorragende Angebot an Übungshasen geführt hat. Aber auch ohne Hasenjagd ist dieser Landstrich, direkt an der Oder und somit nur eine Schwimmlänge von Polen entfernt, einen kleinen Ausflug wert!
Brackenheil,
Katja Lindenkreuz

