Liebe Brackenfreunde,
am 21.09.2025 trafen sich unter Federführung des SBV e. V. insgesamt fünf Gespanne, drei Richter und ein Richteranwärter zur Anlagenprüfung in Gallin südlich des Schaalsees. Die gegenseitige Unterstützung beider Vereine ermöglichte es, dass zwei Brandlhündinnen an dieser AP des Schwarzwildbrackenvereins teilnehmen konnten.
Am morgendlichen Treffpunkt, der örtlichen Bäckerei, wurden zunächst die Ahnentafeln abgegeben und die Jagdscheine kontrolliert. Nach kurzer Stärkung und Richterbesprechung erfolgte eine freundliche Ansprache des Richterobmanns. Da dieser vermutlich in einige sehr angespannte Gesichter der Hundeführer blickte, beendete er seine Ansprache mit den Worten: „Auch auf einer Prüfung darf gelächelt werden, denn wir verbringen einen schönen Tag voller Passion mit unseren Junghunden.“
Anschließend begab sich die gesamte Gruppe ins Revier und begann mit der Prüfung der Schussfestigkeit. Dabei konnten alle Hunde die Richter überzeugen und ein guter Start in den Tag war gelungen.
Nun ging es in einen anderen Revierteil zur Hasenarbeit. Hierbei machte den Hunden jedoch das Wetter die Arbeit schwer. Starker Wind bis hin zu einzelnen Sturmböen sorgten dafür, dass sich auch die Hasen in windgeschützte Ecken zurückgezogen haben. Nach einem anfangs schnell gefunden Hasen, den meine Brandlhündin sehr gut arbeitete, dauerte es lange bis weitere Hasen gefunden waren. Schließlich fanden wir nach und nach für jede Bracke einen Hasen, so dass jeder Hund von den Richtern auf der Hasenspur beurteilt werden konnte. Trotz des starken Windes konnten wir sehr schöne Fährtenarbeiten aller Hunde beobachten. Der Höhepunkt des Tages war die herausragende Arbeit einer jungen Schwarzwildbracke, welche einen Hasen über 10 Minuten lang für alle gut sichtbar brackierte.
Pünktlich mit dem einsetzenden Regen konnte die Hasenarbeit abgeschlossen werden. Nach abschließender Richterbesprechung wurden uns die Ergebnisse mitgeteilt. Alle Hunde konnten gute bis sehr gute Noten erreichen. Es gab bei unseren Brandlbracken eine Viererbank und auch bei den Schwarzwildbracken konnten einmal die Höchstnoten vergeben werden. Abschließend wurden in freundlicher Runde die Ahnentafeln übergeben und noch einige Zeit über die Brackenzucht gefachsimpelt.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Revierinhaber, dem Schwarzwildbrackenverein e. V. für die Möglichkeit der Teilnahme unseres DBV, den Richtern und unserem Richterobmann Dr. Werner Peter für diesen gelungenen Tag.
Brackenheil
Alexander Raabe

