Am Freitag, den 27.06.2025 begann für uns alle ein außergewöhnliches Wochenende im Revier Wilhelmshof, das ganz im Zeichen der Fährtenarbeit stand. Nach der Ankunft im Panorama Harzhotel und einem herzlichen Kennenlernen startete das Seminar mit einer theoretischen Einführung in die Prüfungsordnung. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Teilnehmenden mit unterschiedlichstem Erfahrungshintergrund anreisten. Während ich mit meiner steirischen Rauhaarbracke Alfred noch ganz am Anfang der Ausbildung stand, hatten andere sich bereits zur Schweißprüfung angemeldet und viel Fährtenarbeit hinter sich.
Der Samstag war der Höhepunkt des Seminars, denn an diesem Tag stand die praktische Arbeit im Revier im Mittelpunkt. Die erste, am Vortag getretene Fährte durfte Hans-Joachims junge Brandelbracke Branca vom Jenbachsteig auf einer Wiese arbeiten. Wir alle konnten die Arbeit unter fachkundiger Erläuterung der Ausbilder verfolgen, während sein Hund die Fährte souverän gearbeitet hat.
Im Anschluss wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, um die praktische Arbeit noch intensiver zu gestalten. Jeder Hund erhielt die Gelegenheit im Wald eine Fährte zu arbeiten – eine Erfahrung, die für alle sehr bereichernd war. Die Gruppenarbeit wurde von den erfahrenen Ausbildern Werner Peter, Thomas Lüneburg, Jürgen Romahn und Mario Küllmey sowie Familie Engell selbst begleitet, die wertvolle Tipps gaben und die Hunde bei der Arbeit beobachteten.
Nach einer Mittagspause am Grill, bei der wir uns stärken und austauschen konnten, durften wir unter Anleitung der Ausbilder selber Fährten für den Sonntag treten. Wichtig dabei ist eine gute Markierung des Fährtenverlaufs, um das Verhalten der Hunde genau beobachten zu können. Das gemeinsame Arbeiten im Wald, das Beobachten der Hunde und das Lernen voneinander machten den Tag zu einem tollen Erlebnis.
Abends trafen wir uns im Hotel zu einem gemütlichen Essen, bei dem wir uns noch intensiver austauschen konnten. Es war schön zu sehen, wie entspannt und motiviert alle Teilnehmenden und Hunde waren – eine tolle Gemeinschaft, die viel Spaß und Freude an der Arbeit miteinander hatte.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Arbeit an den am Vortag gelegten Fährten. Nach einem letzten Mittagessen und einem herzlichen Abschluss klang das lehrreiche Wochenende aus. Ein besonderer Dank gilt den Landesforsten, die uns den Forsthof und das Revier für die praktische Arbeit zur Verfügung gestellt haben – ohne diese Unterstützung wäre das Seminar nicht möglich gewesen.
Insgesamt war es ein Wochenende voller wertvoller Erfahrungen, spannender Einblicke und gemeinsamer Freude an der Hundearbeit. Wir freuen uns schon auf die nächsten Übungen und danken allen, die dieses tolle Seminar möglich gemacht haben!
Ulrike Pöhler

