Am 21. September 2025 fand in Bellheim die Anlagenprüfung statt, auf der auch mein 14 Monate alter Brandl-Rüde Bruno vom Oberweiher teilnahm. Gemeldet waren ursprünglich vier Hunde, doch einer musste kurzfristig absagen. Somit traten letztlich zwei Brandlbracken und eine Steirerbracke an. Schon beim morgendlichen Treffen war die Stimmung gespannt, aber auch erwartungsvoll – die Führer und ihre Hunde freuten sich auf die Aufgabe, auch wenn klar war, dass die Bedingungen anspruchsvoll sein würden.
Obwohl ich auf der zweistündigen Hinfahrt aufgrund des Starkregens die Befürchtung hatte, Bruno müsste an diesem Tag statt der Anlagenprüfung das Seepferdchen ablegen, war das Wetter sehr trocken, und der zusätzlich anhaltend starke Wind machte die Arbeit der Hunde besonders schwierig. Immer wieder trug er Witterungen davon, wodurch sich die Fährtenarbeit als echte Herausforderung erwies. Entsprechend konnten die Hunde nicht ganz die Leistungen zeigen, die man sonst von ihnen gewohnt war.
Um so stolzer macht es mich, dass Bruno trotz schwieriger Umstände eine sehr gute Leistung gezeigt hat. Für mich als Erstlings-Führer war es eine sehr lehrreiche Prüfung, die mir klar vor Augen führte, wie entscheidend Umweltfaktoren und Erfahrung in der Arbeit mit der Bracke sind.
Die Stimmung im Teilnehmerkreis war kollegial und unterstützend. Man fieberte gegenseitig mit und freute sich über jeden gelungenen Moment. Besonders dankbar bin ich für die Unterstützung der Richter, die mir viele faire und hilfreiche Rückmeldungen gaben, die in die weitere Ausbildung einfließen werden.
Am Ende des Tages blickten alle Teilnehmer auf eine ehrliche, fordernde, aber wertvolle Prüfung zurück. Auch wenn die gezeigten Leistungen nicht das gewohnte Niveau erreichten, war der Tag geprägt von Einsatzfreude, Lernbereitschaft und echter Brackenleidenschaft – und genau das ist es, was eine solche Veranstaltung ausmacht.
Liebe Grüße & Brackenheil
Leo

