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Schweißübungswochenende in Lattenberg

08.07.2026 | Regionalgruppe West

Vom 12. bis 14. Juni 2026 fand erneut das Schweißübungswochenende der Regionalgruppe West in Lattenberg statt.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch den Regionalgruppenbeauftragten Jürgen Hecking ging es am Freitagmittag los. Der stellvertretende Regionalgruppenbeauftragte Christian Pietz musste in diesem Jahr leider passen – bei ihm sorgt derzeit der A-Wurf vom Salmensiepen für alle Hände voll zu tun.

Genau einer dieser Welpen war auch der Grund, warum ich als Beobachter am Seminar teilgenommen habe. Bevor mein zukünftiger Jagdbegleiter einzieht, wollte ich die Gelegenheit nutzen, möglichst viel über die Schweißarbeit und die Ausbildung zu lernen.

Trotz leichtem Regen ging es für die 15 Gespanne in kleinen Gruppen direkt in den Wald. Die Organisatoren und Gruppenleiter hatten bereits am Morgen kurze Fährten getreten, um die Hunde und ihre Führer kennenzulernen und den Leistungsstand einzuschätzen. So konnten sie in den nächsten Tagen gezielt auf die einzelnen Gespanne eingehen.

Nach der gemeinsamen Besprechung wurden unter Anleitung die Übernachtfährten für den nächsten Tag getreten. Länge und Verlauf waren dabei individuell auf den Ausbildungsstand der einzelnen Gespanne abgestimmt.

Zurück in der Unterkunft hieß es dann erst einmal: nasse Kleidung trocknen. Der Regen hatte uns den gesamten Nachmittag begleitet.

Am Abend vermittelte Armin Lobscheid in einem spannenden Vortrag die Grundlagen der Schweißarbeit. Danach ließ man den ersten Seminartag in geselliger Runde ausklingen.

Der Samstag begann mit einem kleinen Ständchen zum 70. Geburtstag von Armin Lobscheid. Trotz seines Ehrentages ließ er es sich nicht nehmen, selbst eine Gruppe zu betreuen. Anschließend arbeiteten die Gespanne ihre Übernachtfährten. Das Feedback vom Vortag wurde bereits sichtbar umgesetzt. Allerdings machten starker Wind, zahlreiche Verleitungen und sogar Sikawild, das teilweise direkt vor den Gespannen wechselte, die Arbeit nicht gerade einfacher.

Nach einer Stärkung mit Bratwurst und Kuchen erklärte Stefan Weinand das Anschusskarree und zeigte praxisnah die richtige Vorgehensweise.

Am Nachmittag wurden die Fährten für den Sonntag getreten. Am Abend folgte ein weiterer interessanter Vortrag: Henning Dictus vom Verein Hirschmann berichtete über das Nachsuchewesen und gab spannende Einblicke in die Arbeit der Nachsuchengespanne.

Am Sonntag standen schließlich die letzten Fährten auf dem Programm. Bei fast allen Gespannen waren deutliche Fortschritte zu erkennen – ein schöner Beleg dafür, wie viel man an einem solchen Wochenende mitnehmen kann. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das wie schon am Samstag hervorragend von Birgit Pietz und Sina Weinand vorbereitet wurde, folgte der Abschluss des Seminars. Jürgen Hecking informierte über Ablauf und Anforderungen der SP1FS, bevor Henning Pertri vom Deutschen Brackenclub die Verbandsschweißprüfung im Spessart vorstellte.

Für mich persönlich hat sich die Teilnahme absolut gelohnt. Auch ohne eigene Bracke konnte ich viele Eindrücke sammeln und wertvolle Tipps für die Ausbildung meines zukünftigen Hundes mitnehmen. Gerade die Möglichkeit, erfahrenen Hundeführern über die Schulter zu schauen und Fragen zu stellen, war unglaublich hilfreich.

Ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren, Gruppenleiter und Helfer, die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr mit meiner eigenen Bracke dabei zu sein und gemeinsam den nächsten Schritt in Richtung SP1 zu gehen.

Brackenheil

Moritz Kartzig